Der Wald - eine ganz besondere Welt

Steinpilz
Boletus edulisSteinpilz

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - SteinpilzIn unseren Wäldern gibt es sechs verschiedene Steinpilzarten. Die häufigsten und bekanntesten sind der Fichten-, der Kiefern- und der Sommersteinpilz.

Alle drei sehen einander sehr ähnlich. Sie werden bis zu 20 Zentimeter hoch und 25 Zentimeter breit. Da sie an verschiedene Baumarten gebunden sind, leben sie auch an verschiedenen Standorten.

Die dicken Stiele verändern sich mit dem Alter des Pilzes. Am Anfang sind sie knollenförmig, später eher keulenförmig und blaßbraun. In der oberen Hälfte tragen sie eine deutliche Netzzeichnung. Auf dem Stiel sitzt ein mächtiger Hut mit derber brauner Haut. Die Röhren sind am Anfang fast weiß. Dann wechselt die Farbe ins Grüngelbe und schließlich ins Olivgrüne. Das Fleisch ist fest und weiß, beim ausgewachsenen Pilz etwas schwammig.

Grundsätzlich sind alle Steinpilze Delikatessen. Die drei genannten Arten unter scheiden sich allenfalls in der Hutfarbe. Beim Fichtensteinpilz ist die Huthaut hell- bis dunkelbraun und glatt. Der Hut des Kiefernsteinpilzes ist rotbraun und trägt kleine Narben. Der Sommersteinpilz, der meist in Laubwäldern bei Buchen und Eichen wächst hat einen hellbraunen Hut.

Steinpilze eignen sich hervorragend zum Trocknen. Sie sind dann mehrere Jahre haltbar, wenn man sie dunkel und trocken aufbewahrt.

Am einfachsten ist die Trocknung natürlich mit einem Dörrgerät. Es geht aber auch an der Luft, wenn der Tag heiß und trocken ist. Die möglichst jungen Pilze werden in 5 Millimeter dicke Scheiben geschnitten, auf eine Schnur gefädelt (sie dürfen sich nicht berühren) und an einem schattigen Platz aufgehängt. Nachts müssen sie ins Haus!

Oder sie legen die Pilzscheiben auf den Rost und stellen Ihren Backofen auf 40 bis 50 Grad bei Umluft. Die Ofentür muss mit einem Stücken Holz oder ähnlichem offengehalten werden.

Die Pilze sind fertig, wenn Sie rascheln wie Herbstlaub, sich aber noch biegen lassen, ohne zu brechen.

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