Der Wald - eine ganz besondere Welt

Pfifferling
Cantharellus cibariusPfifferling

Der Pfifferling oder Eierschwamm hat steil Karriere gemacht. Früher galt er als Armeleute-Essen, heute ist er eine begehrte und teure Delikatesse. Zusammen mit dem Champignon und dem Steinpilz wurde er einer der bekanntesten und beliebtesten Speisepilze.

Pfifferlinge wachsen in Nadel- und Laubwäldern. In Nadelwäldern sind sie meistens dottergelb, in Laubwäldern etwas blasser. Sie bevorzugen sauren Untergrund; in vielen Gegenden sind sie schon selten geworden.

Der junge Pilz hat einen gewölbten Hut. Beim älteren Pilz wird der Hut trichterförmig und bekommt einen herabgebogenen Rand. Die dicklichen Lamellen, die bei den Pfifferlingen Leisten genannt werden, laufen vom Hut zylindrisch bis zum Stiel hinab. Hut, Stiel und Leisten haben die gleiche Farbe.

Das weiße fasrige Fleisch des Pfifferlings ist sehr schmackhaft, hat einen leichten Obstgeruch und ist etwas scharf - daher kommt sein Name. Manchmal wird der Pfifferling mit dem Falschen Pfifferling verwechselt,obwohl der einen orangefarbenen Hut hat und am unteren Stielende braun ist. Außerdem stehen seine Lamellen viel dichter aneinander. Indessen: Eine Verwechslung schadet nicht weiter. Der Falsche schmeckt zwar weniger gut, aber schädlich ist er nicht.

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Pfifferling

Fürs klassische Geschnetzelte mit Pfifferlingen braucht man nur eine Pfanne: erst wird das Geschnetzelte Fleisch ein paar Minuten angebraten und aus der Pfanne genommen. Dann kommen die Pfifferlinge in die Pfanne, werden vier bis fünf Minuten scharf angebraten und ebenfalls aus der Pfanne genommen. Nun werden feingeschnittene Zwiebeln angebraten, nach zwei Minuten kann etwas Knoblauch dazu, nach weiteren zwei Minuten ein guter Schluck Weißwein oder Brühe. Jetzt kann man den Herd ausschalten, die Flüssigkeit etwas einkochen lassen und noch einen Schluck Sahne dazugeben. Das Fleisch und die Pilze dürfen jetzt wieder in die Soße, etwas Salz und Pfeffer dazu - fertig.

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