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Hallimasch
Armillaria melleaHallimasch

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - HallimaschDer Hallimasch gehört zu den verbreitetsten Pilzen in unseren Wäldern und wächst fast immer in dichten Büscheln - entweder auf Baumstümpfen oder am Fuß von Bäumen, die er dadurch nicht selten zum Absterben bringt.

Für Sammler ist sein massenhaftes Vorkommen ein großer Vorteil, denn der Hallimasch (vor allem der junge) ist ein angenehmer Speisepilz, wenn auch kein sehr wertvoller. Wichtig ist, dass man ihn vor der Zubereitung gut abkocht und das Kochwasser wegschüttet, denn roh ist er schwach giftig und auch korrekt zubereitet nicht für jeden Magen geeignet.

Ein gutes und einfaches Rezept: nach dem Abkochen und Abtropfen mit Schinken, Speck und Zwiebeln in einer Pfanne gut durchbraten. Thymian und Majoran passen sehr gut dazu. Empfohlen wird auch das Einlegen der jungen (kleinen) Hüte in Essig und Olivenöl. Oder das Trocknen als Würzpilz: kleinschneiden, trocknen und zum Würzen beim Braten von Fleisch mit in die Pfanne geben. Ob der Stiel mitgegessen werden kann oder soll, daran scheiden sich die Geister.

Die Farbe des Hutes wechselt vom Honiggelben ins Rötliche bis zum Braun - je nachdem, auf welchem Wirt sich der Hallimasch niedergelassen hat. Auch seine Lamellen haben unterschiedliche Farbtöne: mal blassrot oder gelbbraun, mal dunkel gefleckt oder weiß bestäubt. Der gelbbraune Stiel hat einen weißflockigen Ring. Der Pilz wird zwischen zehn und fünfzehn Zentimeter groß und fast genau so breit. Manchmal verwechselt man ihn mit dem Schüppling, der allerdings braune Lamellen hat und schuppiger ist. Aber eine solche Verwechslung ist nicht schlimm; auch Schüpplinge sind nicht giftig.

Einen Rekord hält der Hallimasch: im Malheur National Forest in Oregon (USA) wächst seit fast zweieinhalb Jahrtausenden ein Riesenpilz mit essbaren Früchten, der heute die Ausdehnung von etwa 1200 Fußballfeldern hat – neun Quadratkilometer. Er ist das derzeit größte lebende Wesen.

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Hallimasch

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