Der Wald - eine ganz besondere Welt

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - WeißtanneWeißtanne
Abies alba

Die Weißtanne oder Edeltanne mag Gesellschaft. Fast immer tritt sie zusammen mit Fichten oder Buchen auf.

Den Namen hat die Weißtanne wegen ihrer Nadeln. Die haben an der Unterseite zwei längliche Rillen, die mit einem weißen Harz gefüllt sind. Das gibt dem ganzen Baum einen weißlichen Schimmer.

Leider gehen die Tannenbestände immer mehr zurück. Denn die Weißtanne ist anspruchsvoll. Sie verlangt einen guten Boden. Außerdem ist sie gegen Luftverschmutzung sehr empfindlich.

Die 30 bis 50 - manchmal sogar 70 - Meter hohen Bäume können 800 Jahre alt werden. Die Rinde ist weißlich-glatt und rissig. Durch ihr Wurzelsystem - kräftige Pfahlwurzeln und starke Seitenwurzeln - ist die Edeltanne sturmgeschützt.

Auffallend ist, daß die Zapfen der Weißtanne - im Gegensatz zu denen der Fichte - nicht hängen, sondern auf den Zweigen stehen. Auch fallen diese Zapfen im Herbst nicht als Ganzes ab, sondern zerfallen in ihre Bestandteile. Nur die kahle Spindel bleibt stehen.

Aus dem Tannenharz wird Terpentinöl gewonnen. Rückstände bei der Destillation werden zu Geigenharz (Kolophonium) weiterverarbeitet.

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Weißtanne

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