Der Wald - eine ganz besondere Welt

Taubnessel
Lamium

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - TaubnesselDie Taubnessel ist im Gegensatz zur Brennessel wirklich taub. Den leicht zu verwechselnden Blättern fehlen die Brennhaare.

Typisch für diese Lippenblütler ist, daß jeweils zwei Blätter an den vierkantigen Stengeln einander gegenüberstehen und das folgende Blätterpaar dann um 90 Grad versetzt ist.

Aus den Achseln der oberen Blätter wachsen die Blüten - zweiseitig symmetrische Lippenblüten, die sich wie ein Quirl um den Stengel gruppieren. Die helmartig gewölbte Oberlippe besteht aus zwei, die Unterlippe aus drei zusammengewachsenen Blütenblättern. In der Kronröhre der Blüte ist zuckerreicher Nektar versteckt.

Nur Großbienen, beispielsweise Hummeln, erreichen ihn mit ihren langen Rüsseln. Erdhummeln mit kurzem Rüssel versuchen es mit einem Trick: Sie beißen die Kronröhre seitlich an. Und wir Menschen machen's noch einfacher: Wir zupfen die Blüte ab und saugen sie aus. Probieren Sie's mal! Das schmeckt durchaus angenehm.

Wenn eine Hummel in die Blüte hineinkrabbelt, klappt die Oberlippe zurück und das Insekt streift mit dem Rücken an Staubbeutel und Stempel vorbei. Damit ist die Blüte bestäubt.

Es gibt mehrere Taubnesselarten: die Weiße, die Gefleckte (mit roten Blüten, die an der Unterlippe weiße Stehen haben) und die Gelbe, die man auch "Goldnessel" nennt. Alle blühen von Mai bis Juni.

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